Computer, Tablet, Smartphone, Fernseher oder Spielkonsole. Bildschirme gehören heute ganz selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern – sie lernen damit, haben Spaß, kommunizieren mit Freunden und spielen natürlich auch Games.
Zu den beliebtesten gehört Fortnite, das im Laufe der Jahre Millionen junger Fans auf der ganzen Welt gewonnen hat.
Doch wie viel Bildschirmzeit ist noch in Ordnung? Und wann ist es an der Zeit, Computer oder Smartphone beiseitezulegen und nach draußen zu gehen?
Es geht nicht nur um die Anzahl der Stunden
Vielleicht kennen Sie die einfache Regel, dass Kinder nicht mehr als zwei Stunden täglich vor einem Bildschirm verbringen sollten. Aktuelle Empfehlungen betrachten das Thema jedoch differenzierter.
Die American Academy of Pediatrics (AAP) weist in ihren aktuellen Empfehlungen darauf hin, dass bei Schulkindern nicht allein die Anzahl der Minuten vor dem Bildschirm entscheidend ist. Eltern sollten auch auf die Qualität der Inhalte, die Art der Nutzung digitaler Medien und vor allem darauf achten, was die Bildschirmzeit im Alltag des Kindes verdrängt.
Mit anderen Worten: Es macht einen Unterschied, ob ein Kind eine Stunde lang kreativ ist, ein Strategiespiel spielt oder sich mit Freunden unterhält – oder ob es dieselbe Zeit gedankenlos von einem kurzen Video zum nächsten scrollt.
Wie viel Bildschirmzeit ist also „genau richtig“?
Für kleinere Kinder gibt es relativ konkrete Empfehlungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt beispielsweise für Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren höchstens eine Stunde sitzende Bildschirmzeit pro Tag – und weniger ist ihrer Ansicht nach besser.
Mit zunehmendem Alter reicht eine einfache zeitliche Begrenzung jedoch nicht mehr aus. Bei Schulkindern ist es wichtiger, Regeln so festzulegen, dass digitale Unterhaltung andere wichtige Bereiche des Tages nicht beeinträchtigt.
Kinder sollten jeden Tag ausreichend Zeit haben für:
- erholsamen Schlaf,
- Bewegung und Aufenthalt im Freien,
- Schule und Hausaufgaben,
- Familie und Freunde,
- Lesen, kreative Beschäftigungen und andere Interessen,
- aber auch für Langeweile und Entspannung ohne Bildschirm.
Wenn all das problemlos in den Alltag des Kindes passt, ist es nicht nötig, jede einzelne Minute mit dem Smartphone in der Hand zu überwachen.
Die 5 Cs: Eine einfache Orientierungshilfe für Eltern
Die American Academy of Pediatrics empfiehlt Eltern, bei der Nutzung digitaler Medien die sogenannten 5 Cs zu berücksichtigen:
- Child – Kind: Jedes Kind ist anders. Beobachten Sie, wie Ihr Kind auf Spiele, Videos und andere digitale Inhalte reagiert.
- Content – Inhalt: Bildschirmzeit ist nicht gleich Bildschirmzeit. Interessieren Sie sich dafür, was Ihr Kind anschaut oder spielt und ob die Inhalte seinem Alter entsprechen.
- Calm – Beruhigung: Smartphone oder Spiel sollten nicht die einzige Möglichkeit sein, Langeweile zu vertreiben, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen oder einzuschlafen.
- Crowding Out – Verdrängung: Bleibt Ihrem Kind genügend Zeit für Schlaf, Bewegung, Schule, Freunde und andere Aktivitäten?
- Communication – Kommunikation: Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, was sie in der digitalen Welt tun, was ihnen Spaß macht und mit wem sie dort in Kontakt sind.
Gaming ist nicht dasselbe wie endloses Scrollen
Bei der Festlegung von Regeln lohnt es sich, zwischen verschiedenen Formen digitaler Unterhaltung zu unterscheiden. Videospiele können Konzentration, strategisches Denken, schnelle Entscheidungen oder die Zusammenarbeit mit anderen Spielern erfordern. Das bedeutet natürlich nicht, dass Kinder den ganzen Nachmittag damit verbringen sollten.
Anstelle der täglichen Diskussion „Nur noch fünf Minuten!“ kann eine einfache Familienregel helfen. Zum Beispiel: zuerst Pflichten und Bewegung, danach Zeit zum Spielen. Am besten werden die Regeln im Voraus festgelegt und an das Alter des Kindes sowie den Tagesablauf der Familie angepasst.
Bei Schulkindern empfiehlt die AAP, solche Regeln gemeinsam aufzustellen. Kinder in diesem Alter können bereits gut verstehen, warum Regeln sinnvoll sind, und sich aktiv an deren Einhaltung beteiligen.
Bildschirme gehören nicht überall hin
Es lohnt sich außerdem, bestimmte Zeiten und Orte bildschirmfrei zu halten. Dazu können beispielsweise gemeinsame Mahlzeiten, Familienausflüge oder die Zeit vor dem Schlafengehen gehören.
Gerade am Abend ist es sinnvoll, Geräte beiseitezulegen und dem Gehirn Zeit zum Abschalten zu geben. Smartphone, Tablet oder Spielkonsole sollten Kinder nicht um den nötigen Schlaf bringen.
Und natürlich gelten die Regeln nicht nur für Kinder. Wenn wir Erwachsenen beim Abendessen alle paar Minuten auf unser Smartphone schauen, können wir kaum erwarten, dass Kinder es anders machen.
Von Fortnite zurück in die reale Welt
Die digitale und die reale Welt müssen dabei keine Gegensätze sein. Beliebte Spiele, Filme und Figuren finden sich längst auch in Kindermode, Schulartikeln oder gemeinsamen Spielen mit Freunden wieder.
Genau so kann Fortnite nach dem Ausschalten des Bildschirms auch offline weitergehen. Die beliebte Gaming-Welt kann Kinder zum Beispiel auf dem Weg zur Schule, zum Training oder zu Freunden begleiten.
Die neue lizenzierte BAAGL Fortnite Kollektion bringt Motive aus einem der beliebtesten Games unserer Zeit von Bildschirmen und Konsolen auf Schulrucksäcke und Accessoires. Denn selbst die größten Gamer müssen irgendwann ihr Spiel speichern, den Rucksack aufsetzen und sich auf ein Abenteuer in der realen Welt begeben.